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Sonderausstellungen

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Aktuell

Ausstellung zum Jubiläum: 185 Jahre seit Erfindung der Farbtube.

EIN und AUS. BLICKE. Landschaftsmalerei aus vier Jahrhunderten.

Vom 19. Juli Bis 25. Oktober 2026

Ausstellungseröffnung: 18. Juli 2026, 17 Uhr


Im Jahr 1841 legte der Rostocker Kunstverein seinen ersten Bericht vor: Zur Förderung der Kunst hatte die illustre Gesellschaft neunzehn Gemälde angekauft, unter sich verlost und vierzehn Gewinner konnten sich über ein Landschaftsgemälde freuen. Noch wusste wohl niemand, dass John Goffe Rand gerade sein US-Patent für die erste verschließbare Bleitube für Farben erhalten hatte. Niemand ahnte, mit was für einem Tempo sich eben diese Landschaftsmalerei durch die revolutionierende Idee der Farbtube ändern würde.

Einer der Protagonisten des Kunstvereins, der Arzt Dr. Georg Wilhelm Detharding (1797-1882), ging bei der ersten Verlosung leer aus, doch am Ende seines Lebens schenkte er der Städtischen Kunstsammlung 66 Gemälde – die Hälfte mit Landschaftsdarstellungen. Durch Schenkungen und Ankäufe kamen weitere Kunstwerke aus vier Jahrhunderten der Landschaftsmalerei hinzu.

Den Anfang machte die sakrale Kunst, die Landschaft blieb im Hintergrund. Nach und nach wurden die biblischen Szenen kleiner: So wird das biblische Thema „Die Auffindung des Moses“ vom flämischen Künstler Coninxloo in eine imposante „Weltlandschaft“ platziert. Die Natur selbst inspirierte die Künstler zur Zeit des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei eine ganz eigene Bildgattung zu kreieren – die Landschaftsmalerei per se. Ein glückliches Leben in idyllischer Natur – das war das mythische Arkadien der Antike. Immer wieder verwandelten Künstler die Sehnsuchtsorte des fernen Südens und später auch des Nordens in arkadische Landschaften.

Fernweh oder Heimweh – Landschaften faszinierten und prägten die Menschen: „eine venezianische Ansicht von Canaletto“ erwarb der Kunstverein 1867. Am Ende des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts sahen europäische Künstlerinnen und Künstler ihre Landschaft mit neuen Augen, malten im Freien, wobei tragbare Staffeleien und Farbkästen genauso wichtig waren wie die ihren unaufhaltsamen Siegeszug antretende Farbtube. Auch die Mitglieder der Schwaaner und Ahrenshooper Künstlerkolonie fanden wie ihre französischen Vorbilder ihre Motive nun in der freien Natur.

Die Ausstellung wird ca. 60 Landschaftsgemälde präsentiert. Einige Kunstwerke können nach jüngst stattgefundenen Restaurierungen erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert werden. Last but not least stellen wir als Ausblick das gut 200 Kilogramm schwere, 1,56 m hohe und 2,04 m breite Mondscheingemälde von Maximilian Schmidt vor, einer der verborgenen Schätze, die sonst noch im Depot schlummern, für deren Wiederentdeckung und Neupräsentation wir im Stillen tätig sind.

Kuratorin & Text: Dr. Susanne Knuth



Führung durch die Ausstellung

donnerstags | 17 Uhr

23.07.* | 30.07. | 06.08. | 13.08. | 20.08. | 03.09. | 10.09. | 17.09. | 01.10. | 08.10. | 15.10. | 22.10.

sonntags | 11 Uhr

19.07.* | 16.08. | 27.09. | 25.10.*

* Führung mit der Kuratorin Dr. Susanne Knuth

je Teilnehmenden 3 €


ART after WORK

donnerstags | 18 – 20 Uhr

Reservierung erforderlich! Verbindliche Anmeldungen per E-Mail an kulturhistorisches.museum@rostock.de

27.08. | Highlights der Landschaftsmalerei | Sonderführung mit der Kuratorin Dr. Susanne Knuth

Gibt es Schöneres, als einen lauen Sommerabend bei Kunst und einem kühlenden Getränk ausklingen zu lassen? Im Kulturhistorischen Museum Rostock können Sie dies genießen.

Die Kuratorin Dr. Susanne Knuth öffnet Ihren Blick exklusiv auf herausragende Landschaftsbilder und deren künstlerischen Facettenreichtum in der Ausstellung. Im Anschluss einer Kurzführung ist Gelegenheit zum Gespräch über Kunst und Kunsterleben – einfach entspannen und die (Kunst-)Seele baumeln lassen.

24.09. | Rostocks „CANALETTO“ | Vortrag der Restauratorin Anna Krone

La Serenissima, die Lagunenstadt Venedig, verzaubert die Menschen –  bis heute. Vom 18. bis ins 19. Jahrhundert erfreuten sich gemalte Veduten Venedigs größter Beliebtheit – insbesondere Werke Canalettos.

Auch der Rostocker Kunstverein wollte einen „Canaletto“. Im Jahr 1867 gelang der Ankauf eines „Oelgemäldes, von Canaletto, Venedig“ für 48 Gulden. Doch wurden für Originale im 19. Jahrhundert fünfstellige Beträge gezahlt – ein Widerspruch?

Im Jahr 2022 widmete sich die Restauratorin Anna Krone in ihrer Diplomarbeit dem Rostocker „Canaletto“. Kunsttechnologische Untersuchungen sollten einzigartige Einblicke ins Bild und seinen Entstehungsprozess geben. Die faszinierendsten Ergebnisse wird sie Ihnen an diesem besonderen Abend präsentieren.

je Teilnehmenden 15 €


WORKSHOPS „Landschaftsmalerei“

für Einsteigerinnen und Einsteiger (ab 16 Jahren)

sonntags | 14 – 16 Uhr

Verbindliche Anmeldungen per E-Mail an helena.ruff@rostock.de

16.08. | 27.09.

je Teilnehmenden 9 €

Vorschau

Rückblick

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